Mh, Brei lecker lecker.Extra Trainingstour mit Lilly. Jogger hängen sich Gewichte an den Schuh, ich nehm Lilly mit :)Am Meer. Sonnenbrille ist doof.

10. September 2010,

Vollzeitpapa

Ich musste tatsächlich gerade in den Kalender schauen, denn wie vier Wochen kommt es mir nicht vor. Aber doch, es sind vier Wochen. Vier ganze Wochen bin ich jetzt schon von Beruf Vollzeitpapa. Das ganz ist ne 70%-Stelle, also bin ich noch zu 30% zu 50 – 60% in meiner eigenen Firma tätig. Doch der Reihe nach.

Mh, Brei lecker lecker.

Mh, Brei lecker lecker.

Anja ist seit dem 16. August wieder Arbeiten und so begann mein Teil des Erziehungsurlaubes. 10 Wochen stehen mir zu plus der Rest von unserem Gemeinsamen. Bevor der Nachwuchs schlüpft muss man sich in Norwegen entscheiden: 10 Monate Erziehungsurlaub und 100% Lohnfortzahlung oder 12 Monate mit 80% Lohn. Wir entschieden uns für die 10monatige Variante. Davon sind dann 10 Wochen dem Vater vorbehalten, die ersten 6 Wochen nach der Geburt ausschliesslich der Mutter. Den Rest kann man sich teilen wie man will.

Mein gewöhnlicher Tagesablauf von montags – donnerstags sieht in der Regel wie folgt aus: Aufstehen zwischen 7 und 8 Uhr. Lilly sagt gibt da schon rechtzeitig Bescheid wenn sie keinen Bock mehr auf´s Rumliegen hat. Anja verlässt auch um diese Zeit das Haus und Lilly nutz dann immer diese vorerst letzte Gelegenheit sich an der Milchbar nen grossen Schluck zu nehmen.

Dann gilt es natürlich zu wickeln und der Versuch, Lilly im Laufgitter zu plazieren. Meist hat sie am morgen auch noch Bock auf Spielen und sich selber beschäftigen. Das gilt es zu nutzen und unter die Dusche zu springen. Danach gibts Frühstück für mich und bissl Hausarbeit. So um 9 Uhr oder auch bissl später gibt es den ersten Spaziergang. Meist in den Wohngebietssupermarkt – es gibt ja immer was, was man bracht. Das dauert dann immer so ne Stunde oder auch mehr, ist manchmal nur ne Shoppingtour und manchmal nen anderthalbstündiger Spaziergang.

Am Meer.

Am Meer.

Gegen 11 Uhr gibts Brei für Lilly. Zwischenzeitlich haben wir rausbekommen was ihr schmeckt und was nicht. Ich sag mal so: eine abwechslungsreiche Ernährung sieht anders aus. :) Tja, nach dem Essen ist dann die grosse Frage: Wann und wo gibts Mittagsschlaf? Am Anfang klappt es noch sehr gut in ihrem Bett, so wie sich das für einer kleinen Lilly gehört. Derzeit ist sie aber ne ziemliche Zicke, will einfach nicht allein im Bett schalfen. Schliesslich ist ja die Welt ringsrum sooooo spannend und interessant. Da kann man doch die Zeit nicht mit schlafen verbringen. Einzig frische Luft scheint als Schlafmittel zu wirken. Also wieder raus.

Tja, hier ist der Punkt wo sich der Tag ganz unterschiedlich weiterentwicklen kann. Spaziergang in Lye oder bis nach Bryne? Radtour mit Lilly? Irgendwas fällt uns meistens ein. Anja kommt meist schon am frühen Nachmittag nach Hause. Also versuch ich meinen Pflichten nachzukommen und was schönes auf den Tisch zu zaubern. Nein, keine Blumen oder so. Was zu essen! Ok.ein paar Mal gabs auch Pasta mit Tomatensosse.

Extra Trainingstour mit Lilly. Jogger hängen sich Gewichte an den Schuh, ich nehm Lilly mit :)

Extra Trainingstour mit Lilly. Jogger hängen sich Gewichte an den Schuh, ich nehm Lilly mit :)

Abends, wenn Lilly im Bett ist leg ich dann immer los mit Arbeiten. Derzeit gibts ein paar Projekte die drängeln und mich jeden Abend fordern. Freitags geht das dann zum Glück ganztägig und hab so das Wochenende wieder für die Familie. Zum Glück krieg ich 70% von meinem letzten Lohn als Angestellter – so sind wir finanziell relativ abgesichert. Da ich aber erst im April angefangen hab mit der Selbstständigkeit, muss man da halt bissl mehr dran bleiben.

So sieht also meine Woche aus als 70%iger Vollzeitpapa. Die Umstellung forderte mich etwas mehr als ich dachte aber es ist toll soviel Zeit mit Lilly verbringen zu dürfen. Wirklich toll – trotz der gerade anstrengenden Tage mit Lilly und dem Arbeiten am Abend. Aber ich geniesse jede Minute und so wie heute, wo ich den ganzen Tag im Büro verbrachte, fehlte sie mir schon richtig.