27. May 2009,

Was kommt nach dem Formtief?

Montag Nachmittag hatte mich mal wieder eine Erkältung erwischt: Fieber und allgemeine Schlappheit. Dienstag gings weiter damit. Ich blieb dann auch zu Hause, heute ebenso. Morgen, Donnerstag werd ich es mal wieder mit Arbeiten versuchen, auch wenn mir noch etwas Ruhe am liebsten wäre. Nein, das hat nix mit Faulheit zu tun aber man sollte sich wirklich wirklich fit fühlen wenn man wieder auf Arbeit auftaucht. Doch mich plagt auch das schlechte Gewissen, da ich am Samstag bei der ColorLineTour, die von Kristiansand nach Hovden führt, antreten werden. Nicht auf Arbeit erscheinen wegen Krankheit, Samstag dann aber zum Radrennen antreten.

Zwickmühle nennt das der Volksmund. Die ColorLineTour ist wieder die Generalprobe für die Styrkeprøven in 4 Wochen. Das ganze Team aber auch jeder Einzelne kann sich Testen. Eine Teilnahme ist wichtig – auch wenn ich in den letzten 2 Wochen eher von einem ziemlichen Formtief heimgesucht werden. Was das nun am Samstag wird – nach Formtief unterstützt von Krankheit – werd ich sehen.

Oft stehen die Beine im Mittelpunkt eines Radrennen. Läuft es leicht? Läuft es rund? Kommen Krämpfen und wie schwer sind die Beine hinterher? Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Das halbe Radrennen wird im Kopf entschieden. Wie lange kann man sich quälen? Was hält der Körper aus? Wieviel schaft man noch aus sich herauszuholen wenn man schon glaubt am Ende zu sein? Viel passiert im Kopf und ich glaube sogar das ein Teil der schwerzen in den Beinen eigentlich allein aus dem Kopf kommen.

Mein Formtief hat viel auch mit dem Kopf zu tun. Sehr viel und wieder in einen guten Rythmus zu kommen dauert. Bis zur Styrkeprøven sind es noch 4 Wochen und ich hoffe das die diesjährigen ColorLineTour ein positives Erlebnis wird was mich weiter bringt. Es wird sicherlich kein Toperlebnis, aber hoffentlich auch kein grosser Reinfall.

Heute Abend hab ich auch mein Rennrad nochmal gecheckt und bereits alles Sachen gepackt. Donnerstag nehm ich dann schon ein Teil des Gepäcks mit dem Auto auf Arbeit, Freitag gehts dann wieder mit dem Bike auf Arbeit und von da aus mit dem Bus nach Kristiansand. Beim Packen spürte ich eine gewisse Vorfreude auf das Rennen und die Rückehr der Motivation. Ich hoffe das hält an und hilft mir zusammen mit dem Team am Samtag ins Ziel zu kommen.

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