Ach wie liebe ich doch meinen roten Flitzer.Mir gehts gut, wie man sehen kann :)Der bisher ausgefallenste Nachtisch meines Lebens: Paprika- und Rucolasorbet. Klingt krass, war aber echt lecker.

29. March 2009,

Gute Beine

Statt einer Stunde war meine letzte Nacht zwei Stünden kürzer und schuld daran war die Technik, die schlauer war als ich. Früher war alles einfacher. Da stand man morgens auf, stellte die Uhr eine Stunde vor und gut wars. Und wenn man morgens einen Termin hatte, stellte man seine Weckzeit um eine Stunde vor. So hab ich es auch diesmal getan, so wie jedes Jahr. Halb acht wollt ich raus – das Training stand vor der Tür. Halb acht “neue” Zeit macht halb sieben “alte” Zeit. Doch mit der schlauen Technik habe ich nicht gerechnet: mein iPhone stellte sich automatisch um und so war dann eben halb sieben Weckzeit auch halb sieben und ich eine Stunde zu zeitig auf. Mitbekommen hab ich alter Wettergott das daran, das es für halb acht neuer Zeit einfach zu dämmrig draussen war. Es war nicht so richtig hell, es gab keine Schatten und das Licht war gedämpft. Ich wurde misstrauisch und war völlig konfus. Wie bekommt man verdammt nochmal raus, wie spät es ist? Bis zur vollen Stunde und den Nachrichten dauerte es noch und da sich eine ganze Reihe von technischen Geräten schon selbst umgestellt hatte, war ich ganz schön verwirrt. Schliesslich hab ich noch ne analoge Uhr gefunden wo klar, das ist die alte Zeit und tja, ich war zu früh dran.

Mir gehts gut, wie man sehen kann :)

Mir gehts gut, wie man sehen kann :)

Als ich dann endlich zur richtigen Zeit aufs Bike stieg, wars noch ganz schön frisch. So um die 0 Grad waren es, aber die Sonne fing an sich zu zeigen und so ging leicht fröstelnd nach Sandnes zum Treffpunkt vom Team Jæren. Es dauerte auch nicht lange und ich war warm und mit dem Rennrad durch eine wunderbare Landschaft, mit Sonne und viel Ruhe zu Rauschen ist einfach genial. Die zweite Langtour stand auf dem Programm. Durch die Anreise mit dem Biken waren es so heute 144 km, die ich doch erstaunlich leicht wegsteckte. Letzten Samstag reiste ich noch mit dem Auto zum Training – ich wollte es am Anfang nicht gleich übertreiben. Meine Beine fühlten sich letzte und diese Woche echt prima an. Mein tägliches Biken verschafft mir eine gute Grundkondition auf die ich noch gut aufbauen kann.

Ach wie liebe ich doch meinen roten Flitzer.

Ach wie "liebe" ich doch meinen roten Flitzer.

Ich kenne auch sehr gut das Gefühl in einer Gruppe eher hinterher zu hängen, in zu hoher Pulszonen zu fahren und zu merken, das es einfach nicht geht. Zum letzten Saisonstart hatte ich ein- oder zweimal solche Erlebnisse. Du fühlst dich ganz schön beschissen nichts dem Team beitragen zu können, sondern das Team vielleicht noch auf dich wartet. Diesmal komme ich aus dem Winter und starte in den Frühling mit einem guten, schönem Gefühl. :)

Neben Biken und Zeitumstellung gabs noch ein Stückchen mehr an norwegischer Integration: Seit letztem Mittwoch bin ich im Vorstand vom Borettslag. Borettslag? Das ist sowas wie ne Wohngemeinschaft. Wir haben zwar ein Haus gekauft, aber damit sind wir auch Teil der Gemeinschaft hier geworden. Jeden Monat zahlt man einen Beitrag und damit werden dann alle Aussensachen sowie Gemeinschaftsdinge wie Spielplatz aber auch Wasser und Müllabfuhr bezahlt. In unserem Borettslag sind wir was über 30 Häuser und die Gemeinschaft organisiert sich selbst. Naja, jetzt bin ich für ein Jahr mit im Vorstand und werd sicherlich erstmal eher wenig zu tun haben – so richtige Ahnung hab ich ja noch nicht von dem ganzen Kram.

Der bisher ausgefallenste Nachtisch meines Lebens: Paprika- und Rucolasorbet. Klingt krass, war aber echt lecker.

Der bisher ausgefallenste Nachtisch meines Lebens: Paprika- und Rucolasorbet. Klingt krass, war aber echt lecker.