Da ich mich bereits zum Thema WordPress-Magazin geäussert hatte, nun nochmal meine drei Groschen dazu. Ich sag es vorweg: Die Idee fand ich gut, hatte bisher auch Lust Zeit zu investieren und nehm derzeit wieder Abstand davon. Das ist eigentlich nicht wirklich wichtig, sollte nur der Ehrlichkeit halber gesagt werden.
Es gab eine erste Runde von Beiträgen vergangene Woche, die sich mehrheitlich soweit ich es überblicken konnte für ein redaktionelles Magazin aussprachen und sich pro Magazin aussprachen. Den Überblick über die entstanden Beiträge zu bekommen ist recht schwer, ich empfehle Technorati mit verschienden Schreibkombinationen von “Wordpress Magazin”. Die meisten Treffen bekommst mit dieser Kombination und ist ein Stück mehr als die “handvoll Beiträge” die immer wieder gern zitiert werden.
Ein Beitrag von “Leitblogger”-Robert Basic brachte wenig konstruktives zum Thema, sondern meiner Meinung nach enttäuschend Flaches. Mag beleidigend klingen, ist aber nicht so gemeint. Ich fands nur wirklich enttäuschend und bin noch mehr enttäuscht davon, wie sich andere auf den Zug schwingen und vielleicht nichtmal wissen was sie da tun. Nicht nur das sich nicht Robert B. selber in den Kommentaren äussert, andere scheinen noch für ihn sprechen zu wollen. Aber egal, zurück zum Thema.
Und jetzt kriegt das Thema eine völlig komische Wendung: Plötzlich entschuldigt man sich schon fast, das man nicht mit WordPress-Deutschland gesprochen hat, das man auch ja keine Konkurrenz sein will. Halbherzig reagiert Olaf von WordPress-Deutschland. Klar, was soll er auch mehr tun als sich offen zu zeigen. Enttäuscht war ich, das es scheinbar niemand vom WP-Deutschland-Team geschafft hat zum WordCamp nach Hamburg zu kommen. Für den Fall ich lieg daneben, korriegert mich. Aber Interesse von WP-Deutschland konnte ich nicht sehen, nicht einen einzigen Blogbeitrag gab es vor bzw. nach dem Camp (die letzte Reaktion mal ausgenommen).
Nun aber soll ein WordPress-Magazin unter genau diesem Dach entstehen. Vorweg – ich habe nichts gegen WordPress-Deutschland, gegen Olaf und die einige der Macher. Wir alle machen Fehler und Respekt denen, die diese eingestehen. Doch das reicht nicht. Vertrauen ist verloren gegangen, schwer wogen die Zensuraktionen einzelnen WordPress-Deutschland-Verantwortlichen (oder wie man sie auch nennen mag) und das fehlende Demokratiebewusstsein gegenüber der Community. Vertrauen ist erstmal die Grundlage einer jeden Zusammenarbeit.
Ein zweiter Punkt den ich nicht verstehen mag, sind diese Zentralisierungsbestrebungen. Alles unter einem Dach. Alles dort – nirgendwo anderes. Huch, das wagte jemand ein Magazin aufmachen zu wollen ohne die WordPress-Deutschland-Gruppe zu fragen. Sollte wohl Konkurrenz werden, wa? Was soll das bitte. Ich bin für Vielfalt, für eine bunte Vielfahlt und für Unabhängigkeit. Nein, das hat nichts mit Zersplitten oder Eitelkeit zu tun. Nur Vielfalt schafft demokratische Kontrolle, schafft Demokratie und dies ebenso zuzulassen ist demokratisches Handeln. Das mag abgehoben klingen, aber in den letzte Jahren habe ich mit viel mit dem Thema beschäftigt. Einmal als Ostkind und der ständigen Zentralisierung und danach, als eine Zivilgesellschaft im Osten nicht existierte, wegschaute bei rassistischen Übergriffen und Demokratie nicht leben konnte oder wollte.Doch ich hole wieder zu weit aus.
Zu sagen ein solches Magazin sollte eine andere Plattform haben, hat nichts mit einem Ablehnen der Arbeit der anderen zu tun. Oder lehnt jeder Blogger der eine eigene Domain hat automatisch die anderne ab. Oder alle die wordpress.com sind lehnen automatisch blogger.com ab? Das ist doch quatsch. Vielmehr seh ich sogar die Chance, Leute die die deutschsprachige WordPress-Community verloren hat, “zurück zu gewinnen”. Leuten eben vielleicht noch ne Möglichkeit zu geben mit genialen Fachbeiträgen die Welt zu bereichern, Menschen und Themen kennen zu lernen.
Dies sind nur zwei Gründe warum ich gegen diese Zentralisierung unter einem Dach bin, halte sie aber für die wichtigsten und will es daher dabei belassen. Nennen könnte ich noch viele, aber schliesslich lesen wir nicht alle nicht so gern ewig lange Artikel im Netz ;-) Vielleicht gibts ja ne Diskussion dazu, vielleicht auch nicht. Wünschen würde ich sie mir und vor allem wenn wir am Ende der Diskussion viele sind die Bock drauf haben. Die nicht nur Energie gelassen haben, sondern auch gewonnen haben. Wir werden sehen.
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Schade, ich dachte, dass mein Standpunkt klar wäre und wir wirklich Energie gewinnen können.
Das Magazin soll nicht von WPD gemacht werden, es soll lediglich unter dem Dach von WPD laufen, so dass gerade neue Anwender es einfacher haben.
Alle anderen Punkte sind unumstritten. Wie gesagt, mir schwebt lediglich der Rahmen WPD vor, das Magazin soll in den Händen einer freien und wechselnden Redaktion bleiben.
*(Bezug: Entschuldigung) Ich entschuldige mich nicht, es hat sich nichts geändert. Die Fragen und Anregungen zur Diskussion gingen an alle Interessierten. Auch habe ich mehrfach erwähnt, dass WPD eine Lösung als Adresse wäre.
Danke für das Feedback.
LG Frank
Hallo Frank!
Danke fürs Feedback. Was bedeutet “unter dem Dach von WPD”? Technisch? Layout? Strukturell in Navigation? Wenn WPD Interesse hat, dann können sie doch eh nen Link setzen, gern auch nen geilen Button in den Header setzten, den Blogeintrag drüber schreiben oder was auch immer. Ich glaub die User sind nicht so sehr auf den Kopf gefallen. Apropos User. Was wäre eigentlich die Zielgruppe eines Magazins. Richtet es sich an Einsteiger (die vielleicht das Erste Mal selber WP installieren) oder an Fortgeschrittene User? Cool find ich einen “5 Schritte zum eignenen Blog” (oder auch ein paar mehr Schritte). Aber ansonsten kann man sich gut an WordPress-User wenden. Dann wäre die Chance da das Magazin inhaltlich stetig weiterzuentwickeln und muss nicht immer die User bei null abholen.
Gruss.
M
Boahh, hier geht es ja ab. Da kann ich nicht mehr folgen. Ich hab jetzt erstmal “einen Schritt zum Foto im Billigblog” bewältigt. Ich hatte mich lediglich von der 10minütigen Ladezeit abschrecken lassen;-) Aloha
Unter dem Dach: das Magazin soll nach meiner Ansicht direkt in die Navi von WPD eingebunden sein und somit über die URL von WPD erreichbar sein.
Administration und Redaktion liegen jedoch bei dem Team, welches sich dem Magazin annimmt.
Es soll nach meiner Ansicht auch direkt nach außen kommuniziert werden, wer und warum und was an/ im Magazin macht. Die Personen die dahinter stehen, sollen dargestellt werden (ähnlich A List Apart nur + Aggregation und Teaser für Artikel)
Die Bandbreite des Magazin soll vielschichtig sein, es soll der Anfänger und der Profi mit Artikeln und Informationen rund um WP versorgt werden. Nicht einfach, aber eine Herausforderung an das Team, welches gerne wechseln kann.
Das mit dem Einbetten in die Navi können die Leute von WPD auch so machen. Nen einfach Link setzten, sofern sie wollen. Hat sich eigentlich jemand von WPD (ausser Monika) noch zum Thema geäussert. Unabhängig das ich für Unabhängigkeit bin (scheiss Wortdopplung), seh ich auch wenig Interesse von WPD. Ausserdem können sie ja nen Redakteur ins Team schicken, der die aktuellsten Diskussionen aus dem Forum aufbereitet. Don´t know, nur so ne Idee.
Ich glaub es ist wichtig eine Hauptzielgruppe zu haben damit die LeserInnen auch wissen worauf sie sich einlassen, die ja im Mittelpunkt der Sache stehen. Kann man aber vielleicht gut mit Kategorien lösen. Halt das Leiten der User aber für wichtig – sonst kommen sie auch nicht wieder.
Insgesamt stellt ich mir auch vor, das das Magazin vor allem auch unterhaltend ist. Also mal Leute vorstellen die interessante Projekte gemacht haben mit WordPress. Aber ich bin auf jeden Fall für nen Schwerpunkt WordPress. Alles andere klingt zu sehr nach verramschen.
Beiträge die gut sind, können vielleicht auch ne Zweit/Drittverwertung finden in nem Printmagazin. Gibt ja z.Bsp. das T3N Magazin (http://t3n.yeebase.com/magazin/) mit nem breiteren RundUmschlag. Das wird eh ein grosser Spagat werden: sollen die Beitrage auf ein “journalistische Niveau” oder dem “Blogniveau” bleiben. Bitte jetzt Grundsatzdiskussion um die Qualität ins Blogs, vielmehr meine ich ob man eine Qualitätsdefinition und -kontrolle hat. Ich bin dafür, auch wenn das natürlich auch ein Prozess sein wird.
sorry, nichts gegen gesprächskultur. aber: wieso nicht einfach loslegen? mit ‘nem “offenen konzept” versteht sich…
@Christian: Weil ich Dinge nicht übers Knie brechen mag, gern vorher weiss worauf ich mich einlasse da meine Zeit echt begrenzt ist. Es lohnt sich einfach vorher nachzudenken und ein paar Dinge zu besprechen – spart Zeit als alles dreimal über den Haufen zu werfen. So sind zumindest meine Projektmanagementerfahrungen. Reden hat natürlich auch die Gefahr, Projekte zu zerreden. Aber davon sind wir glaube ich noch entfernt :)
Ach ja, und die Top-Domaine http://www.wordpress-magazin.de ist ja schon belegt – da ist es schwer mit einfach mal loslegen ;-)
hiermit die ähnlich nette domain http://www.wordpressmagazin.de nicht mehr. argument gildet also nicht mehr. oder
Christian, ist das ein Angebot? ;-)
na klar, und meinst du nicht, dass man auch die andere von perun noch bekommt? für ne gute sache und ‘nen link sollte das unter uns idealisten doch möglich sein, mal domains mit köpfen zu machen ;-) nur um mal ganz sacht “phase 2″ einzuleiten. gruß aus palma.