Genialer Startplatz in der zweiten Startgruppe2519008900_d38a51bbbd_o2519129798_bd61df025b_odsc00788dsc00788-450x337

25. May 2008,

Von Vitamin B und vielen Radkilometern

Dieses Wochenende gabs nur 2 Dinge. Feiern und Biken. That´s it. Mehr nicht. Am Freitag Abends gings los in Bryne. Ein kleines Festival gabs auf dem Marktplatz und zum Glück hatte meine Firma noch genügend Freikarten übrig. So sparten wir die die Eintrittspreise von fast 50 Euro pro Person für den Tagespass. Festival ist dazu vielleicht schon fast zuviel verraten. Es spielten zwei Bands, aber beide in “voller Länge”. Aber egal, die erste Band war Kaizers Orchestra. Die Bandmitglieder sind zum Grossteil Söhne der Stadt und treten hier aber eher selten auf. Vor ein paar Monaten ist ein neues Album erschienen und die Tournee führte nicht nur durch Norwegen (Eröffnungskonzert in Bergen von 3.500 Zuschauern, die beiden Konzerte in Stavanger waren ratz-fatz ausverkauft).

Der Freitag Abend war so richtig Norwegisch. Die Leute alle sternhagel voll. Man sagt auch zu solchen Abend auch nicht “ich geh aufs Konzert” sondern “ich geh auf ein Fest”. Es ist was los, was ist eigentlich egal, Hauptsache der Anlass reicht zum Trinken. Naja, und ich war wohl diesmal ganz gut mit dabei. Der Freitag auf Arbeit war echer nicht so berauschend und so brauchte ich schon um fünf ein Bierchen. Naja, mehr sag ich nicht dazu.

Samstag dann gabs aber ein MTB-Rennen (Garborgriket rund, 59 km) vom lokalen Bikeclub. Mh. Zum Glück gabs den Start erst 13.10 (ich war in der zweiten Startgruppe) und so konnte ich erstmal ruhig in den Samstag steigen. Nachdem ich reichlich Vitamin B getankt hatte liefs beim Rennen eigentlich garnicht so schlecht. Vielleicht nicht zu 100 Prozent, aber sagen wir mal zu 95 Prozent, bin ich zufrieden. Wie schon erwähnt, die zweite Startgruppe war meine. Wie auf dem Bilde zu sehen, ergatterte ich einen super Startplatz in der ersten Reihe. Bis auf den vorletzten Berg vorm Ziel konnte ich diesen Platz auch halten. Ne kleine Gruppe von 7 Leute setze sich gleich beim Start ab und fuhr bis fast zum Schluss zusammen. Nur am vorletzten Berg – gegen Ende gabs einige davon – ging mir der Sprit aus und ich kam ca. ne Minute später ins Ziel. Am Ende verbesserte ich meine Zeit zum Vorjahr um knapp 9 Minute, schaffte zwar nicht unter 2 Stunden zu bleiben aber mit 2:01: 11 war ich nah dran und erreichte Platz 103 von 791 Startern. Die Gewinnerzeit lag im übrigen bei 1:42:50, was aber auch ein proffesioneller Biker war.

In dem Zusammenhang kann ich mal noch schnell übers Wetter schwärmen. Traumhaftes Wetter haben wir schon den ganze Mai. Sonnenschein jeden Tag. Dazu blauer Himmel und die Sonne geht erst verdammt spät unter. Morgens ist es zeitig hell und schon angenehm warm, wenn man auf Arbeit geht. Ich kann mich an keine so lange Schönwetterperiode in Norwegen erinnern. Wirklich genial! Nur letztens Sonntag gabs mal Regen (und Hagel in den Bergen, der tüchtig weh tat) und heute. Aber nur ein paar Tropfen und die empfand ich sogar als angenehm.

Zurück zum Samstag. Nach dem Rennen – mein Schatz holte mich im übrigen im Ziel ab, leider sah sie meinen Sprint nicht da sie ein paar Minuten zu spät kam ;-) – gings zu ner Geburtstagsfeier. Geir vom Team Jæren hatte schon vor einiger Zeit Geburtstag, wurde 40 und jetzt gabs ne nette Feier. Es war wirklich recht angenehm. Ein paar Leute vom Team kannte ich und so ist der Einstieg immer leichter. Wir lernten noch ein paar andere Leute kennen, es gab die Geschenkübergabe (wir vom als Team Jæren haben nen Akkrobatflug geschenkt, nen Lied gesungen, nen Video geschnitten und noch Money überreicht), nen Quiz, lecker zu Essen und Vitamin B. Ich hielt mich diesmal zurück, da ich heute Sonntag, ja wieder Biken wollte.

Genau. Heute gabs dann wieder ne Langtour mit dem Team Jæren als Vorbereitung auf die Styrkeprøven (dazu in nem anderen Beitrag mehr). Da einige von uns gestern beim Rennen mit dabei waren, gings heute zum Glück ruhiger zu. Gerade in den Bergen merkte ich meine Beine und muss sagen, ich bin echt zufrieden gewesen. Denn immerhin standen über 200 km auf dem Programm und das mit ner Tour in die Berge. Boah hab ich innerlich geflucht. Vielleicht auf ner Strecke von 40 km gabs nur eins: bergauf und Gegenwind. Das war trotz des ruhigeren Tempos anstrengen und ich freute mich auf den kurzen Stop am Wendepunkt. Geographisch bedingt sind war quasi in die Berge rein und wie auf zum Teil dem gleichen Weg wieder zurück gefahren. Auf dem Heimweg war die Freude natürlich riessig: Bergab und Rückenwind. Ein geniales Gefühl bei “gemütlichen” 60 km/h zu liegen und dazu gehts noch so leicht, fast ohne Anstrengung. Traumhaft. Das Wetter war traumhaft. Warm und Sonne und angenehm. Da ich schon um kurz nach 8 Uhr morgens los bin, hatte ich mich nicht zu frisch angezogen was mir in den Bergen gut tat. Es lag noch echt irre viel Schnee links und rechts der Strasse. Auf dem Heimweg regenete es mal kurz, was ich aber als eine sehr angenehme Erfrischung dankend entgegen nahm.

Am Ende kamen ich auf knapp 245 km und hatte natürlich am Ortseingang von unserem Wohnort Bryne noch nen Platten. Naja, da konnte mich dann Anja wieder abholen da ich keine Luste hatte noch 2 km vor dem “Ziel” rumzuschrauben.

So, jetzt sind die Beine schwer und Montag wirds wohl mal nen ruhigen Tage geben.