Im Ziel ist gut lachen, nachdem die ersten Wadenkrämpfe überstanden warenDa es mit der Flaschenübergabe an Martijn (rechts neben mir) nicht so richtig klappte, teilte ich natürlich.lysebotn-brynei-450x288

12. August 2008,

Im Ziel ist gut lachen.

Im Ziel ist gut lachen, nachdem die ersten Wadenkrämpfe überstanden waren

Im Ziel konnt ich wieder lachen.

Aber am Berg da Fluchte ich schon manchmal vor mich hin, was ich hier eigentlich treibe. Letzten Samstag gab es wieder des legendäre Radrennen von Lysebotn nach Bryne. 140km, 1.900 Höhenmeter. Davon die ersten 900 mit einem Schlag am Anfang.

Schon vergangenes Jahr war ich dabei und trotz des Geburtstages meiner besseren Hälfte Anja konnte ich nicht widerstehen: ich wollte an den Start. Diesmal war ich garnicht so auf “Konkurrenz” und Wettkampf eingestellt und so wurde das ganze zu ner netten und fast durchgängig angenehmen Tour. Am Morgen fuhr mich Anja zur Fähre und auf dem Weg dahin luden wir noch Martijn, einen Freund vom Team Jæren ein. Wir verabredeten das wir versuchen zusammen zu bleiben.

Beim langen 14 km langen Anstieg klappte das auch noch, bei der Abfahrt nicht ganz. Noch vor dem Rennen unterhielten wir uns über eine schwierige Kurve, 90 Grad und das auf einer Strecke wo man locker zwischen 50 und 60 km/h liegt. Vor dem Rennen erinnerte ich mich einfach nicht mehr daran wo da war. Jetzt schon. Genau in dieser Kurve erwischte es mich. Hohes Tempo, Scharfe Kurve und anstatt leicht abzubremsen und sich voll in die Kurve zu legen, blockierte mein Hinterrad, ich kam so richtig schön ins Schlingern und ab gings in den Strassengraben. Einige Meter weit weg lag ich da nun von meinem Rad, gestoppt von einem schon vor mir gestürzten Biker. Irgendwie hatte ich Glück im Unglück: nix weiter passiert. Das Rad heil (das konnte mein “Prellbock” nicht behaupten) und ich auch ohne nennenswerte Schrammen. Kurzer Blick auf Rad, Kette wieder drauf gehoben und weiter gings. Wie ich heute in meinen Fahrtdaten sah, dauerte das ganze keine 60 Sekunden. Klar hatte ich dann zwar Martijn und auch die Gruppe verloren, aber es juckte mich irgendwie nicht so sehr.

Da es mit der Flaschenübergabe an Martijn (rechts neben mir) nicht so richtig klappte, teilte ich natürlich.

Links ich, rechts in weiss Martijn.

Es dauerte nicht lange, da wurde ich dann von einer Gruppe eingefahren und zusammen gings dann weiter. Immer wieder rauf und runter. Rauf und runter. Rauf und runter. Am Ende haben mich die unzähligen Kuppen und Steigungen mehr genervt als der etwas einstündige Anstieg am Anfang. Dann sah ich irgendwann vor uns einen einsamen Radfahrer. Grösse und Trickot passten zu Martijn und siehe da. Waden- und Oberschenkelkrämpfe hatten ihn zurückgeworfen und er verlor auch seine Gruppe. So fanden wir also wieder zusammen und radelten bis zum Ziel weiter. Dort angekommen war ich zwar gute 10 Minuten später im Ziel als vor einem Jahr, aber dafür weniger erschöpft und mit einer anderen Art von Erlebnis. Alles in allem eine nette Tour, die auch deswegen so angenehm war da Anja zusammen mit meinen Eltern am Renngeschehen indirekt teilnahmen und mich mit neuen Trinkflaschen am Streckenrand versorgten. Genauso wie letztes Jahr und immer schön.