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26. March 2008,

Hausbesitzer

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Es war schon fast verdächtig ruhig geworden, zum Thema “Haus kaufen”. Vor ein paar Monaten berichtete ich ab und an über unsere Besichtigungstouren, doch dann folgte lange nichts mehr. Einerseits waren wir im Januar und Februar diesen Jahres viel unterwegs und es blieb wenig Zeit sich darum zu kümmern. Keine Zeit für Besichtigungen und zwischendrin schafften wir es gerade mal, mit der Bank eine potentielle Finanzierung zu besprechen. Doch ein Haus war nicht in Sicht. Hinzu kam die Unsicherheit, ob die Preise hier etwas fallen werden oder weiterhin steigen. Heute lässt sich sagen, das im Jæren (der Region wo wir wohnen) allein im Januar die Preise um 4 % gestiegen sind.

Doch dann, vor gut zwei Wochen ging es wieder los. Besichtigungen. Wir wussten nun was auch preislich drin war und es standen sogar zwei Besichtigungstermine auf dem Plan. Wow, was für ein “Glück”. Pech nur, das Anja zur gleichen Zeit auf Klassenfahrt in Berlin war. Nun gut, die erste Besichtigung war ok, wenn auch kein wirklicher Traum. Einziger Vorteil: Das Haus lag in Bryne. Und dann geschah das, was letztes Jahr üblich war: Montag Besichtigung, Mittwoch verkauft. Am Ende ging es für über 25 % des angebotenen Preises weg und damit auch ausserhalb unserer Reichweite. Und sowieso, Anja war nicht da und konnte es garnicht sehen.

Dienstag war dann wieder eine Besichtigung. Das Haus war uns vorher im Internet garnicht so richtige aufgefallen und hatten es auch nicht in die engere Auswahl genommen. Schliesslich lag es in Lye, etwa 5 km ausserhalb von Bryne. Aber ich fuhr trotzdem hin und war überrascht. Grosses Haus, tolle Lage und die Aussicht passt zum Blog: am Horizont sieht man das Meer. Und zu aller Überraschung: es waren kaum Interessenten bei der Besichtigung. Problem: Anja war nicht da.

Aber sie kam ja am Donnestag wieder und so ging es am Nachmittag, nur anderthalb Stunden nach der Ankunft auf zum neuen Besichtigungstermin. Wir überlegten lange aber irgendwie liess uns das Haus nicht los. Nun gut, das Wochenende kam und wir überlegen weiter. Der Preis sah vernünftig aus und es gab scheinbar nur einen Mitinteressenten, die auch schon ein erstes Angebot abgebenen hatten. Wir fragten viele Freunde und viele sagten, bietet einfach mal mit. Schliesslich klappt es beim ersten Mal ja sowie nicht, keiner bekam gleich sein erster Haus auf das man geboten hatte.  Also gingen wir am Montag vor Ostern rein und boten mit.

Meine Güte, das war ein Nervenkitzel sag ich euch. Es ist wie ebay, nur redet man hier eben mal nicht über 14 Euro für ne seltene CD, sondern über 250.000 Euro. Das ganze funktioniert aber so, da man eben auf ein Haus bietet. Via Telefon und man eine Frist setzt, bis wann das gültig ist. Dann werden alle anderen Interessenten informiert (die es sich halt vorher angeschaut haben) und überlegen, ob sie mehr bieten. So gehts halt weiter und jedes Mal wenn das Telefon klingelt, schreckt man zusammen. Und dazu noch das ganze taktische Verhalten. Was ist die beste Strategie? Um wieviel geht man höher? Wie kann man Leute erschrecken (hoher Sprung & kurze Frist)? Naja, es war ein Montag wie ich ihn lange nicht hatte.

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Am Ende waren wir die Gewinner der Bietrunde, lagen etwa 5 % über den Preisvorstellungen und waren Glücklich. Fast zumindest. Es gab noch ein Vorkaufsrecht (das jetzt zu erklären wäre zuviel verlangt) und die lief nun heute um 12 Uhr Mittag aus. Niemand nutzte es und wir sind nun, glückliche Besitzer!