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6. January 2007,

In Deutschland auf Urlaub

Bevor mir Freunde und StammleserInnen noch die Freundschaft kündigen, komme ich jetzt endlich mal wieder meiner Blogpflichtleidenschaft nach. Die Zeit rennt und man hätte es kaum mitbekommen können, Anja und ich waren gerade zwei Wochen in Deutschland auf Familien- und Freundebesuch. Puh war das teilweise stressig. Freunde im zweistunden Takt treffen. Immer nur die Kneipe gewechselt und manchen Tagen kam ich mir vor wie ein Star, der einen Pressetermin nach dem anderen hat. Nur eben waren es Freunde und eigentlich sollten es individuelle Treffen werden und keine Abfertigung. Gelang nicht immer, aber fast immer und was Freundschaften sind, wird sich vor allem in der Zukunft zeigen ob es eben möglich ist, trotz Entfernung guten Kontakt zu halten.

Meine Nichte plus ihrem stolzen Pappa.Und dann war es natürlich soweit: meine kleine süße Nichte (Welcher Onkel sagt eigentlich, er hätte eine hässliche Nichte? Selbst wenn es so wäre, würde das doch keiner sagen, oder?). Aber nein, sie ist nicht hässlich sondern verdammt süß. Lacht immer rum, fängt schon an zu greifen und schaut sehr interessiert in der Weltgeschichte rum. Ach, echt schön so ein kleines Ding zu sehen und schade, dass wir hier sicherlich recht wenig mitbekommen werden.

Und dann gab es natürlich noch die Familie insgesamt. Sonst hab ich ja Weihnachten immer nicht so lange zu Hause ausgehalten in den letzten Jahren, aber ging dieses Jahr sehr gut. Schön war es auch wieder alle zu sehen, auch die Großeltern. Gerade da weiß man ja immer nicht ob es schon das letzte Mal sein könnte. Eventuell könnte es aber sorgar noch klappen, dass die ganze Bande Familie im kommenden Sommer uns hier in Norwegen besucht. Schön wär es, nochmal allen zu zeigen wie wir wohnen.

Die letzte gemeinsame Fahrt: Anjas Auto (rechts) und meins was jetzt auch Anja gehört.Dann gab es einige Dinge noch in Deutschland zu organisieren. Ein wichtiges Ding war das Thema Auto. Mit unseren beiden Autos fuhren wir nach Deutschland, mit einem wollten wir aber nur zurück. Das eine – mein Opel – sollte noch auf Anja umgemeldet werden. Also musste die Versicherungskarte besorgt werden, dann das Auto abgemeldet und neu angemeldet werden, nebenbei Anjas Auto noch stillgelegt werden. Da Ab- und Anmeldung in verschiedenen Landkreisen zu erledigen war, gingen so einige Stunden dafür drauf. Zuerst nach Grimma, 10 Minuten vor der Öffnung da, Nummer gezogen und trotzdem schon die Nummer 24. In Borna dann, war gerade Nummer 71 aufgerufen und ich zog 106. So blieb wenigstens Zeit zum Mittagessen.

Feuerwerk über Leipzig.Zeit zum Shopping blieb auch noch: mein eigenes Weihnachtsgeschenk an mich selbst war ein MacBook. Jaja, nun kann ich hier auf dem Sofa sitzen und bloggen, muss nicht mehr an den Schreibtisch oder wir liegen im Bett und schauen uns ne DVD an (ne, nix schmutziges). Außerdem hatte ich mir noch in meinem Lieblingsfahrradladen ein neues Hinterrad bestellt sowie Bereifung. Das wurde dann auch noch abgeholt.

Unsere Feiergesellschaft zum Jahreswechsel auf dem Dach.Silvester war ein schöner Ausklang unseres Besuch. Zwei Tage in der alten WG in Leipzig, entspanntes miteinander, keinen Besucherstress sondern etwas Zeit haben (die natürlich auch viel zu schnell verging). So war es auch am Silvesterabend, als wir auf die Uhr schauten und feststellen, es ist ja schon 23.40. Also Sekt in die Hand und rauf aufs Dach. Wunderschöne Aussicht und nein, es wurde keiner von uns abgeschossen. Als dann alle ihren Kram verschossen hatten gings wieder runter vom Dach, noch etwas die Hüften schwingen.

Am Ende, auf dem Weg nach Norwegen, war das Auto ganz schön voll. Mehr hätte nicht reingepasst, der Einkauf, die Weihnachtsgeschenke und noch einiges an Umzugsgut. Zum Glück ist es ja ein Caravan den wir bis unters Dach vollladen konnten. Manchmal hatten wir schon Angst ob wir gut angekommen, 1200 km mit nem Auto wo der Reifen fast im Radkasten schleift weil voll und schwer. Aber es ging gut, sogar richtig gut. Die Fahrt an die Führe

Und jetzt, sind wir wieder seit Mittwoch hier in Norwegen. War am Mittwoch noch ein paar Stunden arbeiten nach der Ankunft. Im ersten Jahr bekomme ich keinen bezahlten Urlaub und ein paar Kronen mehr sind auch nicht schlecht. Entgegen der Fahrt nach Deutschland konnten wir schlafen. Es war spät und der Seegang schaukelte uns in den Schlaf.

Nun stecken wir wieder in Norwegen. Sind zweieinhalb Tage auf Arbeit gewesen, genießen den Regen und das schöne Wetter heute (waren mit dem Rad unterwegs) und ärgern uns über uns selbst, weil wir in den zwei Wochen Deutschland ganz schön an Gewicht zugelegt haben. Immer Essen und vor allem – zumindest bei mir – so einige Stunden in Kneipen zugebracht incl. dem Genuß von alkoholischen Erfrischungsgetränken.

So, alle die die Zeit in Deutschland mit mir verbrachten wissen jetzt vielleicht nicht soviel mehr. Aber so hab ich die Lücke wieder geschlossen und werd noch ein paar Bilder raussuchen. Morgen will ich wieder zur Ausfahrt mit dem lokalen Radklub und da will ich auch ein bissl ausgeschlafen sein.