Das Wetter ist einfach zu schön, um in der Bude zu hocken. Schon am Morgen scheint die Sonne fett in die Küche und da die Sonne hier ein paar Stunden früher aufgeht – ja, für ein paar Stunden geht sie wirklich unter! – ist es dann schon irre warm am Morgen. Natürlich klappt dies auch wunderbar denn rein zufällig stand gestern mal wieder ein Rennen an: Mountainbike mit wenig Gelände, viel Schotterpiste und und einigen Kilometern Asfalt: Der Norsjøritt. Bereits am Dienstag sind wir die Strecke abgefahren. Wir – ein paar Leute aus dem Team Jæren. Danach wusste ich, ne, so schnell will ich es nicht angehen. Noch 2 Wochen bis zur Styrkeprøven. Der erste Teil von Egersund an sollte ein ständiges auf und ab auf einer Schotterpiste werden, mir reichlich losem Kies. Rechts des Weges war ein Hang aufwärts, links abwärts zum Meer. Fahrfehler sollte man hier eher vermeiden.
Ansonsten war es keine sooo anspruchsvolle Strecke, was aber auch ok ist. Sonst wären wohl im 10. Jahr des Norsjøritt(es) nicht über 3000 Leute mitgefahren. Ein echtes Volksfest war das gestern und toll zu sehen, wer so alles die 83 km auf sich nimmt. Stunden nachdem ich im Ziel in Sandes war und nach Hause rollte, kamen mir noch Leute entgegen. Für mich ist das ein besonderer Teil eines solchen Rennen: nicht die Halb- und Vollprofis der Eliteklasse, sondern die Leute von nebenan die Spaß am Biken haben. Und das haben hier viele, zumal Sport hier auch oft von den Firmen unterstützt wird.
Die Sonne schien und gestern morgen ging es mit dem Bus nach Egersund. Den Bus hatter der Bryne Cykelklubb (ich werds in Zukunft nur noch BCK nennen) organisiert und war für uns free. Startnummer abholen und ein bissl warmfahren. Auf Grund meiner Zeit beim Garborgritt hatte ich es in die erste Startgruppe geschafft. Wie immer gabs am Start ein bissl Gerangel, jeder will am liebsten ganz vorn stehen. Naja, ich geht das eher ruhiger an und ärgere mich dann jedes Mal hinterher über mich selbst. Schließlich entscheiden dann doch die 20 Sekunden Unterschied beim Start mal gleich 4 Minuten am Ende.
Zum Rennen gibts nicht so viel zu erzählen, außer das Anja – meine Liebste (für alle die nicht wissen sollten wer sie ist) – ihre ersten Renneinsatz hatte: Die Tour führte durch Bryne, es war warm und ich vermutete ich brauch etwas mehr an Flüssigkeit. Mein sportlicher Ergeiz ist dann aber auch so groß, das ich doch nicht an den offiziellen Essensstationen anhalten wollte. Auf dem Top eines Berges Hügels hatten wir uns verabredet: ich wollte auf der linken Seite fahren und Anja sollte dort auch stehen. Somit war alles bist ins Detail geplant und nichts sollte schief gehen. Ging auch nicht. Meine beiden Flaschen waren absolut leer und so bekam ich ganz locker ne neue gereicht. Supertoll!
Am Ende war ich dann mit einer Zeit im Ziel, die ich nicht für möglich hielt zumal ich wie schon erwähnt, den ersten Teil eher sicher als schnell anging. 2:49 und 37 Sekunden. Was das in der Gesamtplazierung (d.h. aller Klassen) bedeutet weiß ich noch nicht. In meiner Altergruppe bedeutet dies aber Platz 9 und das ist schon ganz geil. Hinterher war es nicht nur schön im Ziel zu sein, sondern dort auch noch etwas rumzuhängen, mit Leuten zu schwatzen und zu sehen wer so kommt. Nebenbei sich den Magen vollschlagen -die Verpflegung war wieder einmal erstklassig. Im überigen fand ich es sehr angenehm, das sich Teilnehmer und Zuschauer vermischten. Alles war eine große Meute. Also ich mal nen Marathon in Dresden lief, gabs überall Absperrgitter und wenn deine Freunde und Familie nicht gerade selber mitgelaufen ist, gabs keine Möglichkeit sich gemeinsam zu freuen. Außer man verlässt das Gelände und dann ist man aber auch draußen. Naja, hier ist alles etwas entspannter. Im überigen auch das Zugfahren wie am Dienstag. Zuerst einmal ist der Schaffner gewöhnt das die Leute ihr Ticket im Zug und nicht am Automaten holen und man im Zug auch keinen Aufpreis dafür zahlt. Und dann versperrten wir zwar ziemlich den Durchgang im Zug. Ich bin mir sicher, in Dland wären wir rausgeflogen, nicht hier. Die Schaffnerin balansiert über die Bikes und auf Nachfrage von uns ob die Räder stören meinte sie nur, wieso – man kommt doch noch durch.
Weitere Fotos vom Ritt gibt es im übrigen auf der offiziellen Seite, wo immer wieder neue Links zu verschiedenen Gallerien hinzugefügt werden.
Heute wollte dann Anja Radfahren gehen (ich natürlich auch, wollte es aber mal nicht vorbringen da ich das ja erst gestern hatte). Mir kam das sehr gelegen und sogar das Ziel entsprach ganz meinem Geschmack, schließlich sind es 40 km eine Strecke: Zu Ingbjörg, einer Kollegin von Anja ging es, die das Wochenende in ihrem Meerblickhaus verbrachte. Die Hintour verlängerten wir auf 48 km und wählten die etwas längere Route die teilweise nur wenige Meter an Meer und Sandstränden entlang führt. Traumhaft! Bei Ingbjörg gabs dann lecker Essen, ausruhen und quatschen und nach 3 Stunden Pause gings dann wieder zurück. Anja überlegte ob sie den Zug nimmt, aber am Ende wurde es dann wieder mit dem Bike zurückgelegt – auf dem direkten Weg. Ein paar Fotos mehr vom Ausflug gibts in der Gallery.
So gabs also am Wochenende reichlich Frischluft und Bewegung. Vedammt traumhaft und nochmal sehr gut, da in genau 2 Wochen die Styrkeprøven ist und man sich schon überlegt, wie es eigentlich auf so ne lange Strecke von 540 km wird. Ne, nicht nur 83 wie am Samstag, sondern schon ein bissl mehr. Naja, die Beine kann ich vorbereiten und das werd ich nächsten Tage auch tun.
Styrkeprøven 2009 - Nachbetrachtung
Glücksnummer
Live Berichterstattung zur Styrkeprøven 2009
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Ich bin Webdesigner und wohn zusammen mit meiner besseren Hälfte
Nachtrag: Hab nun das Gesamtergebnis: Platz 96 von 2800. Alle Ergebnisse (sind ja nur 5 bisher) gibt es hier:
http://turritt.com/rittliste.asp?name=Zeeh
:-) :-) :-)
Ich führ mal mein Selbstgespräch weiter und schick mir mal hier noch ein Bild auf dem ich zu sehen bin :-)
http://www.nordsjorittet.no/al.....F1573.html
und hier auch:
http://www.nordsjorittet.no/al.....039_1.html
Schöne Bilder von eurem Radausflug! Und da Anja ihre Seite ja nicht mehr regelmäßig updatet, kommt mein Kommentar hier: Anja, siehst echt scharf aus, mit dem Radlhelm :-) Freue mich schon, das bald live sehen zu können!
@Markus: Respect – Platz 96 ist verdammt gut!
Weiterhin so schönes Wetter!
Cheerio, Wito
Danke Wito! Wenigstens einer der es zu wuerden weiss ;-)
Erstmal Gratulation zu deinem tollem Ergebnis, zu dem auch Anja beigetragen hat. Es sind tolle Bilder , weiter so schönes Wetter.
wito, die seite ist upgedatet und nun kann ich nur hoffen, dass du mir dort mal wieder was schreibst! kann ja sonst keiner ahnen, dass du die liest… ;-) aber den radhelm, den kriegste zu sehen. danke für das charmante kompliment!
ich seh leider nur sportlich aus- markus ist es ;-)
Hi Markus, das klingt ja super. Herzlichen Glückwunsch zu deiner Platzierung und natürlich zur besten Errungenschaft überhaupt, die nette Dame am Strapenrand, die dir die Flasche reicht. Das ist Motivation pur, oder???? wie romantisch. Aber ok. Wie ich höre sind es nun noch eine Woche, die du dich intensiv auf deinen Fahrradmarathon vorbereiten kannst. Zieh es durch und leg ein richtig gutes Ergebnis für dich ab. Und beim nächsten Start drängelste einfach mal ein bißchen. Wenigstens dort kannste das machen. Liebe Grüße Jule aus dem Ruhrgebiet
@Jule: danke danke – jaja, nur noch eine Woche und dann gibts die Dröhnung pur. Mal schauen wie ich danach aussehe und ob ich noch laufen und sitzen kann. Ihr werdet es auf jeden Fall hier lesen können :-)