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26. August 2006,

Tag 5: Wie man richtig Geld ausgibt Teil 2

Photo: photocase.comNur fuer den Fall, jemand sucht einen Weg wie man moeglichst schnell, viel und dazu ganz bequem Geld ausgibt, kann mich ja Fragen. Nach Lektion 1 “Hoteluebernachtung” folgte gestern Lektion 2 “Zugfahren”. Und vielleicht faellt mir ja noch mehr zu dem Thema als bisher ein ;-)

Ja eigentlich ist es nicht anders als in Deutschland. Man kauft sich ein Ticket, wartet auf den Zug, setzt sich rein und steigt an der richtigen Station aus. Ganz easy. Den gestrigen Abend verbrachte ich mit einigen Kollegen und anderen Norwegern bei der Verlobungsfeier eines Kollegen von mir, der auf den Namen Kevin hoert. Stavanger war der Austragungsort und es war wirklich nett. Zentraler Mittelpunkt war ein Irish Pub im Zentrum und zu vorgeschrittener Stunden – ich vermute es war eine Art Ritual – zog die ganze Herde Trinklustiger durch einige andere Kneipen. Bei der Ankunft war immer schon fuer uns vorbeiretet das eine oder andere “Erfrischungsgetraenkt”. Dazu noch ein paar Worte zur Location wo man sich gerade befindet, trinken, ein bissl Schwatzen und weiter gehts.

Neben meinen Kollegen kannt ich noch Elsa, die hier im Jæren Hotel arbeitet. Ja, genau, das was so teuer war und auch meine Herberge zum Vorstellungsgespraech war. Alles in allem ein netter Abend und um halb drei nahmen wir den letzten Zug. Meine Kollegen stiegen in Bryne aus, ich musse noch drei Stationen weiterfahren.

Ich schlief ein, wachte auf und mein Station war Geschichte. Mist, ich war kurz vor Egersund. Einen Zug zurueck gab es erst morgens halb sieben. Trotz Schlaftrunkenheit schaffte ich es noch klar zu denken und mir die einzige sinnvolle Variante klar zu machen. Nicht auf halber Strecke in einem schlafenden Dorf aussteigen sondern bis Endstation Egersund. Dort dann ein Taxi nehmen und zurueck fahren.

Gedacht, getan. Taxi bestellt, eingestiegen, gesagt wo ich hin will und einen unglaeubigen Blick geerntet. “Weisst du was es kostet”, wurde ich gefragt. “Nein”, war meine Antwort. “Circa 1000 Kronen” sagte er und ich nickte darauf. Mir was das egal, fast zumindest den meine mueden Augen wanderten doch hin und wieder zum Taximeter um zuzuschauen, wie im Sekundentakt die Kronen hochzaehlten.

Naja, mit 700 bin ich davon gekommen – umrechnen kann es sich jeder selber. Bin dann todmuede ins Bett gefallen. Lange geschlafen habe ich dann nicht, irgendwie bin ich aus dem Langschlafrythmus raus.

Mittag ging es nicht mit dem Taxi, sondern mit dem Zug, nach Bryne. Ein paar Klamotten kaufen da die bisherigen dreckig sind und nen Waschsalon es hier nicht gibt. So kann ich dann am Montag wieder sauber im Buero erscheinen. Dort sass ich heute dann auch, hab ne Broschuere gemacht fuer 250 Luxus-Apartments in Brasilien, aber auch privates. Schoen die Ruhe hier zu geniesen, den Fernseher laufen zu haben im Hintergrund und mal wieder Nachrichten zu sehen. Sehr entspannt und ich werde mich dann mal wieder auf den Weg machen, raus auf´s Land um morgen wieder hierher zu fahren.