5. September 2006,

Tag 14: Wir sind auf Arbeit und nicht bei IKEA.

Ich hab es ja schon geahnt, aber dass es so schlimm wird, das kann keine Ahnen. Am Montag war es also soweit: IKEA-DAY. Mit der Kundenkarte des Vermieters ging es ab zu IKEA Norwegen um die Möbel zu kaufen, die abgemacht sind. Zur Erinnerung: Wir mieten eine möblierte Wohnung die mit unseren Wunschmöbeln erst noch ausgestattet wird.

Für 17 Uhr waren wir am Ort des Grauens verabredet und alle waren halbwegs pünktlich da. Unsere Gäste ahnten scheinbar mehr als ich und wir trennten uns recht schnell. Sie wollten schonmal nach Hause, das Abendessen vorbereiten. Ich fragte nach ob und wann ein Anhänger für den bevorstehenden Möbelheimtransport frei ist. 20 Uhr, also hatten wir noch etwa 3 Stunden Zeit. Super!

Details will ich mir jetzt ersparen. Das es nicht einfach wird, eine erste Wohnung, eine erste Gemeinsame Wohnung einzurichten, ist keine leichte Aufgabe. Dazu noch die verschiedenen Ideen und Geschmäcker und dazu noch zwei Streithähne Menschen die für ihre Ideen auch bereit sind zu kämpfen.

Es war ein recht gemütlicher Einkauf, bis etwa 21 Uhr. Da fing es an uns die Zeit wegzurennen. Einige Möbel mussten noch zur Bereitstellung bestellt werden, einige Dinge waren noch nicht ausgesucht, der bliebte Kleinkram fehlte noch und im SB-Möbellager warteten noch 24 Regelreihen auf uns. Jetzt wurde alles etwas hektisch. Es dauerte zwei, drei Möbelstücke lang bis man das SB-Regalsystem genau verstanden hatte. Das erste Möbelstück hielt uns durch falsch gelagerte Waren schon viel zu lange auf.

22 Uhr schließt IKEA und einige Möbelstücke mussten in einem externen Lager auf der anderen Autobahnseite abgeholt werden. Glücklicherweise war nach Bezahlung klar: die warten auf uns. Zwischendurch kam uns, vermutlich durch die Aufräumkräfte verursacht, ein Einkaufswagen abhanden. Um 22.10 Uhr schafften wir es zu bezahlen. Anhänger ordern. Hat auch geklappt, den schließlich kamen wir über zwei Stunden zu spät.

Draußen war es schon dunkel. Mit dem Auto ran an den Anhänger, anhängen und anschließen. Mist, der Stecker passt nicht! IKEA hatte schon alles verrammelt und jetzt war klar, der Anhänger passt so wie er da steht nicht an mein Auto. Dummerweise hab ich so ein doofes anderes Steckersystem dran.

Gleichzeitig wurde aber im Lager auf uns gewartet. Mit drei vollen Wagen stellte sich Anja also vor IKEA und ich fuhr rüber ins Lager. Dort alles so halbwegs ins Auto geworfen, die Matratze aufs Dach geschnallt. Wobei, geschnallt klingt so fest. War mit einem Strick, der mir beim Festzurren schon riss, fixiert. Zwischenzeitlich einsetzender Regen und den IKEA-Mitarbeitern ist es aus Versicherungstechnischer Sicht verboten, den Kunden beim Fixieren zu helfen. Zurück rüber auf die andere Seite, Anja wartete mit mehr.

Wieder alles raus und in der Hoffnung ich könnte an ner Tankstelle nen Adapter kaufen, wieder los. Nach 45 Minunten und vier Tankstellen wieder zurück. Erfolglos. Also begannen wir das Zeugs in meinen glücklicherweise Fiat Polski Opel Astra Caravan zu packen. Anja setzte sich hinters Steuer und steuerte Bryne an. Etwa 1,5 Stunden später war sie wieder da, zusammen mit einem zweiten Auto und Christian und Uwe. Dann den Rest eingeladen und zurück nach Bryne. Gegen 2 Uhr (ich erinnere: wir trafen uns um 17 Uhr bei IKEA) waren wir zu Hause.

Bevor ich acht Stunden bei IKEA zubrachte war ich die gleiche Zeit arbeiten. Das war entspannt und richtiger Urlaub, wenn ich die Zeit danach bei IKEA betrachte. Aber dafür gibt es darüber dann auch was zu schreiben ;). Jetzt muss das ganze Zeugs nur noch aufgebaut werden. Bin jetzt schon gespannt ob es zu einer IKEA – Fortsetzung reicht.