22. August 2006,

Tag 1 nach der Ankunft

Heute morgen hab ich mich fast auf den Hosenboden gesetzt. Das Hotel ist doch ein ganzes Stueck teurer gewesen, als in meiner Erinnerung. Den Preis sag ich nicht, aber dafuer kann ich im Vandrehjem ne Woche lang wohnen, mindestens. Soweit der Schock der von heute morgen. Da aergert man sich dann, beim Fruehstueck doch nicht soviel Hunger gehabt zu haben.

Danach ging es auf Arbeit, es war so gegen halb neun Uhr morgens. Kurz mit Atle gesprochen. Er telefonierte nochmal bezueglich des Themas Wohnung. Dann gab es ne kleine Aufgabe fuer mich, nicht spektakulaeres. Es ist jedoch wirklich erstaunlich, was man innerhalb von 3 Wochen so alles vergisst. Da waren die Tastaturkuerzel ploeztlich doch anderes und ach ja, alles auf norwegisch bzw. englisch. Also da erstmal reingefuchst, aber das ging dann doch.

Ansonsten gab es heute auf Arbeit nicht viel fuer mich zu tun. Morgen wohl etwas mehr, da es dann weniger spontan, mehr geplant ist. Bin schon gespannt drauf. Die Mittagsversorgung ist hier ganz nett. Grundsaetzlich isst man zur uns bekannten Mittagszeit hier nicht warm, sondern haut sich ein Brot hinter. Nachmittags bzw. frueher abend isst man “Middag” und damit warm. Aber zurueck zum 12 Uhr Lunch. Im Buero (13 oder 14 MitarbeiterInnen) gibt es ne Kueche wo es eine Art Bufett gibt. Dort macht sich dann jeder ein paar Brote und isst zusammen. Wer das bezahlt hab ich noch nicht mitbekommen, die Firma, die Mitarbeiter? Ich muss das mal erfragen.

Zu guter letzt noch zu den Formalitaeten. Hab heute die Arbeitserlaubnis-Formulare abgegeben. Ich hoffe da naechste Woche Antwort zu bekommen. Damit geht ich zum Folkeregister (also sowas wie Einwohnermeldeamt). Dort bekomme ich innerhalb von 2 – 4 Wochen ne Personennummer. Damit kann ich dann alles machen: ne Steuerkarte bekommen, Konto eroeffnen, Telefonanschluss beantragen, Internet beantragen …. Ergo muss erstmal viel improvisiert werden.

Ausserdem noch was erfreuliches zum Thema Wohnung: Atle telefonierte heute rum und, ich vermute mal Geschaeftskontakt, hat was fuer uns: Ist ne Wohnung ueber ner geschlossenen Supermarkt in einem Wohngebiet. Es ist recht billig, es wird noch mit Moebeln versehen (gebrauchte wuerden uns ja erstmal reichen) und das Beste ist, er sagt es ist ok wenn es nur fuer ne kurze Zeit ist. Vier Wochen sind ok oder so. Also ist alles offen, wir koennen dort ein halbes Jahr bleiben oder eben auch kurz. Zum Ankommen, Orientieren und zum finden einer passenden Wohnung doch ganz ok. Auch wenn es eben keine Traumwohnung ist, erfuellt es den Zweck. Werde morgen zusagen und hoffen, es geht dann ganz schnell.

Weil: ich nehm jetzt den Zug raus zum Vandrehjem. Dort wo ich am Samstag schon einkehren wollte, aber ausgebucht war. Werde mir ne Wochenkarte fuer den Zug holen und mich dort fuer etwa ne Wochen einquartieren. Ich hoffe das ich dann in die andere Wohnung kann. Aber so ist erstmal ein warmes Bett und ein Dach ueber dem Kopf gesichert, zu moderaden Preisen.

Jetzt noch schnell was zu Essen kaufen und dann mal los. Morgen auf Arbeit und durch die Zugfahrt bedeutet das, viertel sieben aufstehen! Achso, eins noch. Letzten Samstag war hier im Bryne-Stadion grosser Bahnhof: die Skorpiens waren da! Jaja, da staunt ihr! 3.000 Zuschauer! Sind es in Deutschland eigentlich aus so Viele ;-)?