Norwegen hat theoretisch geringe Geldprobleme. Die Erlöse aus dem vor der Küste liegenden Öl sind immens. Statt das Geld aber auszugeben wird es in einem Ölfond angelegt. Mit diesem ist Norwegen auf ausländischen Märkten aktiv und invstiert mal hier und mal dort, kauft Anteile usw. usf. Ziel dieser Politik ist die Sicherung der norwegischen Pensionskasse.
Im September 2005 fand in Norwegen zuletzt die Parlamentswahl statt. Im Gegensatz zu Deutschland gewann eine rot-grüne Mehrheit die Wahl: Regierungswechsel. Die neue Regierung hat nun beschloßen, mit ihrem Ölfond nicht mehr in einige Unternehmen zu investieren. Die betroffenen Unternehmen beteiligen sich in unterschiedlichen Rahmen direkt und indirekt am Bau von Atomwaffen. So hat es Boing getroffen die am Bau von nuklearen US-Interkontinentalraketen beteiligt sind. Weitere Unternehmen sind laut escape.ch United Technologies (USA), Northrop Grumman (USA), BAE Systems (Grossbritannien), Finmeccanica (Italien) und Safran (Frankreich).
Zu diesen Entscheidungen kann ich den NorwegerInnen nur Gratulieren. Endlich mal Entscheidung die noch auf Grundsätzen basieren und keine Schnellschüsse sind!
Nachtrag: Wie ich eben sehen konnte, ist bei der Tagesschau ein Interview mit dem Vorsitzenden des Ethikrates, Gro Nystuen, erschienen. Dieser Rat hat praktisch die Empfehlung für den Beschluss ausgesprochen und damit den Beschluß vorbereitet.