Vor einigen Tagen weilte Kanzler Schröder zu seiner (vorerst) letzten Auslandsreise in Norwegen. Eine vorzügliche Auswahl kann ich da nur beipflichten, Norwegen, quasi als Schlusspunkt zu setzen. Vielleicht hat er sich – wie viele andere Menschen auch – in dieses Land verliebt und emigriert. Oder Frau Merkel bekommt die große Koalition nicht gebacken – ihr Superminister hat sich ja schon abgeseilt -, alles schreit nach Neuwahlen und Gerhard bleibt uns erhalten. Doch ich schweife ab.
In Oslo, Norwegen, galt es für Gerhard Schröder die Ausstellung “Nicht nur Lachs und Würstchen” zu eröffnen, oder wie man so schön auf norwegisch sagt: “Ikke bare laks og pølser”. Die Kulturhistorische Ausstellung beschäftigt sich mit der deutsch-norwegischen Beziehung des 20. Jahrhundert. Diese wurde infolge des Zweiten Weltkrieges und dem Einmarsch der Wehrmacht am 9. April 1940 nachhaltig gestört. Teilweise bis heute sind die Folgen spürbar, zum Beispiel im Umgang mit den aus deutschen und norwegischen Beziehungen hervorgegangen Kindern. Dies, aber auch Fragen der Zusammenarbeit heute, Fragen nach Klischees, Vorurteilen und Tourismus sind im Mittelpunkt dieser Ausstellung.
Die vom Norsk Teknisk Museum in Oslo erarbeitete Ausstellung ist bis 19. Februar 2006 in Oslo, danach in Bergen und bis Ende August Trondheim zu sehen. Danach geht die Ausstellung auf Reise in das Museum für Kommunikation in Berlin. Sicherlich werden weitere Stationen folgen. Begleitend erschien ein von der Humboldt-Universität in Berlin herausgegebenes Begleitbuch in dem mehr als 100 AutorInnen in 165 Beiträge ihre Sicht der Dinge – teilweise wissenschaftlich untermauert – widerspiegeln.