Biketour über den Suleskarvegen am Pfingstsamstag, 26. Mai 2012.

15. June 2012,

Es tut verdammt gut.

Freitag, 23. März 2012. Die Waage zeigt 88,0 Kilo. Auf der Waage steh ich. Verdammt, ist das viel und wenn ich mir die Kurve meiner Withings Waage anschau, kennt die Kurve nur eine Richtung: nach oben. Die Wahrheit ist manchmal bitter und mir wird klar, so kann das nicht weitergehen.

Heute ist Freitag, 15. Juni 2012. Fast drei Monate sind seitdem vergangen. Meine Waage zeigt mir sein drei Tagen ein Körpergewicht von ca. 77,7 kg. Innerhalb von 3 Monaten hab ich 10 kg verloren, meine Gewichtskurve kennt seit 3 Monaten nur noch eine Richtung: nach unten. Was für ein gutes Gefühl!

Zwischen dem 23. März und heute liegt nicht nur ein deutlicher Gewichtsverlust, sondern auch rund 2.700 km mit 28.000 Höhenmeter auf dem Rad die ich in rund 120 Trainingsstunden zurückgelegt hab. Genau einen Tag nach dem 88 kg Erlebnis hab ich das Rennrand genommen und bin los. Nach über 2 Jahren Trainingspause (mal von ein paar vereinzelten Touren abgesehen) waren die erste Stunden auf dem Bike schwer. Verdammt schwer. Einmal war es windig und ich war ziemlich frustriert als ich zu Haus angekommen bin. Verdammt ging das schwer, verdammt beschissen war meine Kondition. Aber ich blieb dran, hab viele Stunden allein mit diversen Podcasts auf dem Rad verbracht und ganz bewusst auf Gewichtsreduzierung trainiert. Versucht immer mindestens 2h auf dem Rad zu sitzen, gern auch länger. Kein zu hohen Puls – mein Körper soll noch ne Chance haben Körperfett zu verbrennen. Dazu noch etwas auf die Ernährung geachtet. Insgesamt kleinere Portionen (ist nur ne Gewohnheitssache), Abends lieber nen Salat als Brot (was nicht immer klappt, aber schon sehr oft). Alkohol ganz eingeschränkt und aktuell seit ein paar Wochen garnix mehr. Pizza esse ich trotzdem noch und ab und an muss auch mal ne Schoki dran glauben. Also nix extrem. Alles ein bissl bewusst und vor allem: viel Bewegung.

Ja, das ganze ist Zeitintensiv und mit 2 kleinen Kindern nur möglich da Anja mich unterstützt. Das ist toll – danke & knutschi an dieser Stelle :) Anderseits muss man auch schauen Zeitlücken zu nutzen, den Schweinehund auch abends nach 20 Uhr überwinden wenn die Kinder im Bett sind. Dann gehts halt nochmal spät abends raus – zum Glück ist es ja jetzt lange hell hier oben. Oder auch am Wochenende den Mittagsschlaf der Kinder nutzen. Sobald die Gurken schlafen (oder zumindest eine), gehts los. Da zählt dann manchmal jede Minute wenn man 2h unterwegs sein will. Auch hab ich ab und an an meiner Arbeitszeit gespart. Morgens ne Runde mit dem Rennrad vor der Arbeit. Und getreu dem Motto “Wer später kommt darf eher gehen” dann am Nachmittag noch ne zweite Runde um nicht allzu spät wieder zu Haus bei der Familie zu sein. Und die Zeit dazwischen im Büro versuch ich extrem effektiv zu sein, mich durch nix ablenken zu lassen.

Mein Ziel war ursprünglich bis zum Sommerurlaub ein Körpergewicht mit einer 7 voranstehen zu haben. Da ist mir gelungen. In zwei Wochen geht schon in den Urlaub. Bis dahin wirds stressig und ich werde wenig Zeit zum Biken haben. So wird mein Ziel sein vlt. ne 76,9 zu schaffen und im Urlaub dann möglichst nicht zuzunehmen (was vermutlich aber echt schwer wird … ich sag nur deutsche Biere). Und sportlich? Da gibts für 2012 keine Ziele. Erstmal den Körper wieder in Form und die Pumpe wieder auf Leistung bringen. Im Herbst/Winter gehts dann eher auf Kraftraining mit der Anpassung an mögliche Ziele in 2013. So einige Ideen für 2013 gibts da bereits. Aber da will ich mich jetzt noch nicht festnageln lassen. Erstmal kommt der Sommer mit hoffentlich noch viel schönen Kilometern in den Beinen. Den das macht Spass und tut verdammt gut.

Meine letzten Touren auf Strava